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Aktuelles
Stammtische 2011 / 2012
Liebe Kollegen und Kolleginnen,
auch in diesem Jahr finden die bewährten Stammtische in Kassel statt.
Das genaue Programm für das Winterhalbjahr 2011/2012 können Sie hier einsehen oder als PDF-Dokument herunterladen.
Seminare 2012
Reise ins Niedere Oderbruch zur Erkundung von Nano-Cyperion- und Bidention-Gesellschaften
vom Samstag 1. September bis Samstag 8. September 2012
mit Quartier im
Pensions- und Seminarhof »An der Mühle«
in der Wilhelmsaue bei
15324 Letschin, Wilhelmsauer Dorfstr. 24
Mühlenhof-Jochmann
Wenn, wie wir hoffen, ein lang andauerndes Sommerniedrigwasser 2012 Keimung und Wachstum von Nano-Cyperion- und Bidendion-Arten fördert, können wir die im September dann prächtig ausgebildeten Gesellschaften erkunden. Vorbild und Beispiel, das wir zu ergänzen und zu erweitern gedenken, ist die Reise an den Elbestrand in der Altmark (Reisebericht in Notizbuch 79).
Nähere Angaben zum Seminar finden Sie hier
Neuerscheinungen
Notizbuch 79
Strandgut - Vegetationskundliche Fundstücke
Hülbusch, K.H., Gehlken, B.(Red.)
(2011) A5, 278 Seiten, Beilagen (13,25 Euro)
„Sowohl im heimatlichen als auch im fremden Gelände habe ich nie gelernt, gut „vorbereitet“, d.h. genügend unterrichtet über die bisherigen Auffassungen, Ergebnisse der Wissenschaft ein Objekt oder Phänomen zu betrachten und das Bekannte darin wiederzufinden. Erst nachdem ich eigene Eindrücke gewinnen konnte, habe ich die bisher erreichten Erkenntnisse damit verglichen. (…) Meine meiner Veranlagung entsprechende „Methode“ mag viele Nachteile haben, weil mir vieles entgeht oder erst nachträglich deutlich wird, aber sie hat auch den Vorteil des unbefangenen Beobachtens und Findens“ (R. TÜXEN in: TÜXEN, J. 1982: 12f).
Auf der dritten Altmakt-Reise näherten wir uns ganz im Sinne Tüxens den Teichboden-Gesellschaften (Isoëto-Nanojuncetea) und Zweizahn-Ufersäumen (Bidentetea). Die artenarmen Gesellschaften dieser Klassen sind ein anschauliches Beispiel für Thienemanns biozönologisches Gesetzt: Je extremer ein Standort, desto artenärmer und individuenreicher ist die Biozönose. Die am sandigen Elbstrand verbreiteten Gesellschaften mit oft winzigen Mickerformen der beteiligten Pflanzen sind zugleich ein prima Indiz Wasserführung und Strömung in den Buchen zu erschließen. Letztlich für das unbefangene Beobachten im Vergleich mit den literarisch dokumentieren Erkenntnissen zur syntaxonomischen Neubewertung Corrigiola-reicher Gesellschaften in der Klasse der Isoëto-Nanojuncetea, zur Beschreibung des Corrigiolion litoralis all. nov.
Dem Bericht von der Altmarkreise sind weitere Berichte und Reiseberichte zu Vegetation und Klima beigestellt.
Das Inhaltsverzeichnis von Heft 79 können sie hier einsehen.
Neuere Notizbücher
Notizbuch 78
Altmark-Reise - Ackerbrachen
Lorberg, F. Hülbusch, K.H., Gehlken, B. Volz, H. (Red.)
(2010) A5, 188 Seiten, Beilagen (11,50 Euro)
Ackerbrachen in der Altmark - bei und um Buch herum, Seminar vom 21.6.08, 14:00 bis 28.6.08, 11:00 in Buch/Kreis Stendal-Altmark zum Zwecke von Vegetationsaufnahmen landespflegerischer Ackerbrachen sowie Armerion-Gesellschaften auf Kirchhöfen. Am Rande des Elbtals zwischen Aue und Niederterrasse sind sandige Flächen, Binnendünen (und evtl. Sander) verbreitet, die in der Regel von Kiefernforsten bestanden werden. Zwischen diesen Forsten und den ackerbaulich intensiv bewirtschafteten Böden mit Ackerzahlen über 60/70 Bodenpunkten liegen heute Ackerbrachen mit niedrigen Ackerzahlen, die dem Augenschein nach - durch Naturschutzförderung subventioniert - jährlich einmal gemäht werden. Im Gegensatz zu einem Seminar mit dem 'Auftrag', vom Quartier aus alle erreichbaren Pflanzengesellschaften zu dokumentieren, geht ein Seminar mit der Aufmerksamkeit auf ein Phänomen selektiv vor und betrachtet weitere Erscheinungen nur nebenher.
Das Inhaltsverzeichnis von Heft 78 können sie hier einsehen.
Notizbuch 77 der Kasseler Schule
Redaktion: Hannes Volz und Karl Heinrich Hülbusch
Altmark-Reise
Romanische Dorf-Kirchen
A5, 144 Seiten, 9,25 Euro
Nicht kaputt zu kriegen - zum Prinzip der Persistenz
(Karl Heinrich Hülbusch, Hannes Volz)
Wenn wir mal gucken, wie lange die gelobten Werke der letzten 50 Jahre halten,
ist der Ertrag sehr sparsam. Die Kirchen in der Altmark haben ca. 800 Jahre überstanden.
Profane Bauten sind bestenfalls 250 bis 300 Jahre alt, also inklusive der
Siedlungsgrundrisse so um die 250 Jahre alt. Siedlung und Kirche haben nichts miteinander zu tun.
Die Bauerei des Vorklassizismus ist offenbar, wie bei der in Schwaben 'Vereinödung' genannt,
ohne Dokument und Indizien aufgebaut worden. Deshalb stehen die Kirchen so 'beziehungslos' und
zufällig in den Siedlungen herum. Die Preußen waren ja militante Protestanten. Der Kirche
boten sie keinen vorzüglichen Ort, eine Regel der Anordnung in der klassizistischen Neusiedlung an
- behandelten sie geradezu lieblos, wie unsere kursorische Prüfung der Kirchenstandorte zur Siedlung
ergibt. Das Paradebeispiel dafür ist die Apsidenkirche mit Westturm in Giesenslage, an der Herr Bodenstein uns in die
Altmarkkirchen eingeführt hat. Weit und breit keine Siedlung.
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Notizbuch 74 der Kasseler Schule
Käthe Protze
Hausen statt Wohnen
Von der Hartnäckigkeit gesellschaftlicher Wertvorstellungen in wechselnden Leitbildern - Vorschlag für einen Blickwechsel
A5, 208 Seiten, 13,25 Euro
Neue Leitbilder bedeuten nicht automatisch neue Qualitäten. Diesem Phänomen geht die vorliegende Arbeit anhand städtebaulicher Leitbilder und daraus erfolgten Siedlungsentwürfen seit den 1920er Jahren nach. Die Begriffe "Hausen" und "Wohnen" werden genutzt, um unterschiedliche Beurteilungsstränge der Arbeit darzulegen.
"Hausen" steht für ein Denken, dass an der Gebrauchsökonomie des Alltags orientiert ist.
In den Vordergrund gerückt wird häusliches Wirtschaften als ökonomische Grundlage
und ein Tätigsein der Menschen. Haus, Hof und Straße erhalten eine wichtige Rolle
als Gebrauchsorte für viele verschiedene ökonomische und soziale Situationen.
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Notizbuch 73 der Kasseler Schule
Redaktion: Bernd Sauerwein
Reisen
um Fragen zu finden
Vegetationskundliche Reisen und Seminare
Klimakunde und Litera-Touren
A5, 200 Seiten 9 Tabellenbeilagen, 13,25 Euro
Gelegentlich muss explizit daran erinnert werden, dass die Reise nicht der Zerstreuung sondern, wie Appel (1992) empfiehlt, der Erinnerung dient. Manche Reisen sind einem konkreten Anlass, einem Besuch oder einer Besorgung, z. B. des berühmten 'Kilochen Nagels', gewidmet. Andere Reisen dienen dem Vergleich und der Versicherung des Bekannten und sind der Kontemplation sowie der Schulung der Aufmerksamkeit verpflichtet. Solche Reisen sind mit einer Einkehr am fremden Ort zu vergleichen und werden erzählend mitgeteilt. ... mehr
Notizbuch 72
Der schöne 'Eichen-Hainbuchen-Wald'
- auch ein Forst
oder: Die 'Kunst' der pflanzensoziologischen Systematik
Bernd Gehlken
2008
Wenn man bei der Arbeit einem bestimmten Verfahren folgt, so wie wir der Pflanzensoziologie nach BRAUN-BLANQUET, dann kann das nicht heißen, dass man beim Eintritt in die heiligen Gemächer seinen Verstand, seine Erfahrung und Umsicht an der Garderobe abgibt. Erfahrung und Umsicht sind nach TÜXEN (1955) das wichtigste Handwerkszeug der pflanzensoziologischen und vegetationskundlichen Arbeit. Die dogmatische Handhabung jedes Verfahrens, auch wenn dieses einfachen Regeln folgt und vielfach bewährt ist, führt schnell dahin, dass der Buchstabe des Gesetzes den Geist tötet, aus dem es geschaffen wurde" (ERIKSON 1997: 85). (..)
Trotz reichlich vorhandener ideologischer Ver(w)irrungen ist in der pflanzensoziologischen
Systematik die praktizierte Mischung floristisch-soziologischer und phänologischer
Merkmale i.d.R. einsichtig und folgt der Logik des Verfahrens, nicht aber einem
fixen Schema. Und es ist im Dienste der Merk- und Nachvollziehbarkeit richtig,
die Praxis der Ackersoziologie, wo mit Recht die einzelnen Kulturarten ausgeblendet
werden, weil sie weder soziologisch noch für die Erinnerung notwendig sind,
für den Forst zu variieren. In der Forstsoziologie ist es angemessen, die
Kulturarten an der soziologischen Gliederung zu beteiligen, weil man sonst
den pflanzensoziologischen Typen in der Landschaft wie in der Erinnerung
kein Bild zuordnen könnte.
(Bernd Gehlken)
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Notizbuch 71
Metaphern und Metamorphosen der Landschaft
Die Funktion von Leitbildern in der Landespflege
Frank Lorberg
2007
"... ist alles so schön bunt hier..."
(Nina Hagen Band, "Ich glotz TV", 1978).
"..Wer nur auf Straßen geht, muss zwangsläufig annehmen, alle Dörfer
seien hintereinander aufgereiht. Sie liegen aber in der Landschaft
umher. ..."
(Peier o. Chotjewitz. Die Herren des Morgengrauens. S.177).
In seiner Arbeit "Metaphern und Metamorphosen der Landschaft - Die Funktion von Leitbilder in der Landespflege" betätigt sich Frank Lorberg mit bewundernswerter Feinfühligkeit und Akribie beim Einreißen von Leitbildern und -Vorstellungen nicht nur in der "Landespflege", sondern auch in dem, was aktuell als moderne Planung vorherrscht und aktuell zu sein vorgibt. Im besten Sinne von Wissenschaft betreibt er die Kritik von Modellvorstellungen, wobei er - selbstverständlich - nicht umhinkommt, selbst Modelle entgegenzusetzen, die jedoch in ihrer kritischen Anwendung die systematische Fehlleistung der herrschenden Leitbilder entlarven. Fast immer dienen letztere der Aufrechterhaltung einer Herrschaft von Fachleuten, die glauben, über Landschaft alles zu wissen, oder einer moralisierenden Lenkung der Menschen.
(aus dem Vorwort von Helmut Holzapfel)
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Notizbuch 75
Über den Tellerrand
Inge Meta Hülbusch und Käthe Protze (Red.)
Herbst 2007
"Das bekommen wir doch gebacken", so Meta, als es konkret wurde mit
dem Notizbuch. Seit drei Jahren ist es im Gespräch, doch jedes Werk
braucht letzten Endes einen Termin. Und diesen Termin gibt es -
glücklicherweise - diesen Sommer. Und auch wenn es keine Festschrift
werden sollte, der 70. Geburtstag von Meta war zwingender Anlass,
endlich! in die Pötte zu kommen.
…
(aus dem Vorwort von Käthe Protze)
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Notizbuch 68
Vor der Haustür
Bellin-Harder, F., Böse-Vetter, H. (Red.)
Frühjahr 2007
Beiträge für Notizbücher liegen selten vor der Haustür, die Gegenstände von Betrachtungen schon. Vegetationsaufnahmen kann man buchstäblich vor fast jeder Haustür machen, auch wenn in manchen Fugen zwischen Beton und Asphalt keine Vegetation Platz hat. Spurenlese ist nicht auf die Pflanzen angewiesen. Die Vegetation ist aber im Unterschied zu Beton ein Gegenstand der besonders viel ‚verrät’. Das Lesenlernen in der Vegetation kann den Spaziergang oder den Weg zum Feld bereichern. ... mehr
Notizbuch 70
Von Zeit zu Zeit
Bellin, F., Böse-Vetter, H. (Red.)
ist Anfang Mai 2006 erschienen.
Von Zeit zu Zeit
nehmen wir einen Anlass wie diesen,
20 Jahre AG Freiraum und Vegetation
25 Jahre Notizbücher der Kasseler Schule
und fragen Texte an, was bei denen, die anfragen, immer einen Rest Unsicherheit lässt, als könne es doch einmal sein, dass niemand antwortet. Aber wie schon bei Notizbuch 40 vor 10 Jahren fiel auch diesmal die Antwort üppig aus, so üppig übrigens, dass die zwei Bände von Nr. 70 nicht ausreichen, alle ungefähr 600 eingereichten Seiten von über 30 AutorInnen aufzunehmen; da folgen dann noch umfangreichere Arbeiten zur Vegetation nach. ... mehr
Notizbuch 66
Unter Verschluß - Der 'modische Bebauungsplan'
Bellin, F., Hülbusch, K.H. (Red.)
ist Anfang März 2006 erschienen.
Rechtzeitig zum dritten Teil der Wollingstseminare zur Bebauung im März 2006 erscheint mit Notizbuch 66 die ausgearbeitete erweiterte und vergnügliche Version des Seminarreaders von 'Wollingst II'. 'Wollingst I' debattiert den 'Garten zum Einfamiliengebäude', also die Freiräume (nachzulesen in Notizbuch 58 Licht und Schatten). 'Wollingst III' wird Einfamiliengebäude- und Hausgrundrisse verhandeln.
Die Debatten und Beiträge von 'Wollingst II' sind der Kritik des 'modischen Bebauungsplanes' ebenso gewidmet, wie dem tauglichen und sparsamen Bebauungsplan. ... mehr
Veröffentlichungen in Notizbüchern
Die Notizbücher sind mittlerweile zu einem beachtlichen Fundus angewachsen. Notizbuch 51 (1999) bot hierzu bereits eine systematische Verschlagwortung und Erschliessung der einzelnen Beiträge von Heft 1 bis Heft 48. Wir haben die Auflistung aktualisiert, so dass Sie jetzt auch online einzelne Beiträge nach Stichworten bzw. Autorinnen und Autoren suchen können.... mehr
Bibliographische Suche
Unter der Rubrik Bibliographie können Sie einzelne bibliographische Sammlungen aus dem Fundus der AG Freiraum und Vegetation durchsuchen .... mehr


